Wenn ich einen Preis für das schwierigste Jahr vergeben müsste: Dieses wäre ganz weit vorne mit dabei. 2025 war ein existentiell einschneidendes Jahr für mich, das mich sehr erschüttert hat. Und das meine ich nur zum kleinen Teil aufs Business bezogen. Da dieser Rückblick viele sehr persönliche Bereiche betrifft und dabei immer mehr Menschen involviert sind als ich, versuche ich dich zwar mitzunehmen, aber gewisse Dinge aus Respekt und Schutz der Privatsphäre anderer nicht zu vertiefen. Was war also los in diesem Jahr? Welche Ereignisse haben mich erschüttert? Welche Meilensteine gab es auch zu feiern?
Triggerwarnung: Trauer, Tod (Wenn dir diese Themen gerade nicht gut tun, lass diesen Artikel vielleicht besser aus.)
Inhalt:
- 1 Jahresbeginn zwischen Live-Launch-Bühne, Hoffen und Abschied
- 2 Überraschende Erfolge und viele kleine Solala‘s
- 3 Wechsel von Active Campaign zu MailerLite, Wechsel von manitu zu WebGo
- 4 Das Jahr der Specials und des Ausprobierens
- 5 Rückkehr des Elevator-Pitch-Kurses
- 6 Ein neues „Freebie“ nach über 2 Jahren: die Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap
- 7 Launch meiner Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Suite
- 8 Neuer Alltag und die Hoffnung, das Tal überwunden zu haben
- 9 Endlich wieder über andere Dinge schreiben & ein kleiner Meilenstein bei den Poesiekarten
- 10 Das Jahr endete, wie es begann: Schrecklich
- 11 Abschluss des (Business-)Jahres 2025: Der längere Atem, den ich gerade nicht habe
- 12 Das Content-Jahr 2025: Die beliebtesten Artikel & Podcast-Folgen
- 13 Wofür ich 2025 besonders dankbar bin
- 14 Was 2026 bringen wird
Jahresbeginn zwischen Live-Launch-Bühne, Hoffen und Abschied
Anfang Januar erschütterte eine furchtbare Nachricht unsere Familie. Mein Vater, der sich für eine geplante Operation im Krankenhaus befand, erlitt dort während der Erholungsphase einen schweren Schlaganfall. Als wir informiert wurden, hieß es schon kurz darauf, es gebe keine Hoffnung, weil der Schlaganfall so schwer war und wir könnten nur schnell kommen und uns verabschieden. In den letzten Jahren hatte er schon einige Krankheitsschläge einstecken müssen, sich aber doch immer wieder so gut wie möglich erholt, deshalb war diese dann doch klare Endgültigkeit der Aussage enorm schockierend.
Die gut zweistündige Fahrt nach Koblenz, wo er im Krankenhaus lag, war furchtbar, auch weil wir ausgerechnet bei dieser Fahrt bei Frankfurt eine Warnmeldung vom Auto bekamen, die wir vor der Weiterfahrt überprüfen mussten, dafür aber kaum einen Platz fanden, weil überall alles überfüllt war. So saßen wir dort auf glühenden Kohlen und warteten auf eine endlich freie Ecke und ich dachte, dass ich das ja meinem Vater erzählten müsste, gleichzeitig die Gewissheit habend, dass das ja gar nicht mehr gehen würde, weil unsere Zeit gerade ablief.
Was folgte waren dann doch noch drei Tage zwischen Hoffen und Bangen – wider Erwarten gab es nämlich trotz aller Prognosen einen kurzen Lichtblick und eine klitzekleine Möglichkeit, es könnte doch wieder werden. Es war ein zehrendes Auf und Ab, an dessen Ende uns dann doch nur der Abschied blieb.
In diese Zeit, an den Tagen zwischen Abschied und schließlich Beerdigung, an denen wir zu Hause waren und auch für die Kinder ihren Alltag aufrechterhalten wollten, fiel ein bereits geplanter Live-Launch meines „Bleib sichtbar!“-Content-Clubs. In solch existenziellen Momenten fällt es mir schwer über Alltagsdinge wie Marketing und Content zu sprechen, aber andererseits war es auch eine gute Ablenkung, weil außer Hoffen und Warten und schließlich nur Warten ja nicht viel blieb. Deshalb sagte ich ihn auch nicht ab, sondern brachte ihn planmäßig zu Ende.
Der Rest des ersten Halbjahres bis zum Sommer war emotional vor allem von den Nachwehen des Todes geprägt, leider nicht nur von Traurigkeit, sondern auch von mancher Enttäuschung oder Wut, weil Dinge passierten, die ich menschlich absolut widerwärtig fand. Es kam manches raus, über das ich mir wünschte, dass wir zu Lebzeiten gesprochen hätten und manche Verbindungen lösten sich mit einem Paukenschlag. Was wiederum auch Emotionen in mir hervorrief, die ich überhaupt nicht an mir kannte und ehrlich gesagt auch nicht kennenlernen wollte. Wenn ich mit einem schlecht umgehen kann dann mit Unehrlichkeit und damit hintergangen zu werden. Genau solche Dinge galt es aber nun auszuhalten und zu verarbeiten.
So viel brach an diesem Jahresanfang mit einem Schlag weg: Mein letzter verbliebener Elternteil, eine wahrlich nicht immer leichte Familienkonstellation mit vielen Krisen in ihrer Geschichte, aber auch manch hoffnungsvoller Wendung, auch ein ganz großes Stück Heimat, mein Elternhaus, das ich nun nicht mehr betreten konnte, das Gefühl irgendwo herzukommen und so vieles mehr. Das war eine sehr schwierige Zeit. Und ist es manchmal auch heute noch.
Überraschende Erfolge und viele kleine Solala‘s
Im Business lief es solala, nicht überragend, aber okay. Ich hatte klar damit zu kämpfen nicht immer meinen vollen Fokus darauf richten zu können und machte oft eben „nur“ das Nötigste und keine Extras on top.
Aber auch die Auswirkungen von KI merkte ich. Im Frühjahr brachen meine Website-Aufrufe massiv ein, obwohl die Platzierung in den Suchergebnissen und Impressionen weiterhin gut waren. Die Klicks rauschten aber in den Keller, was nicht nur ich, sondern sehr viele Websitebetreiber*innen erlebten. Die Leute klickten einfach seltener, sondern gaben sich immer öfter mit der Direktantwort der KI-Suchergebnisse zufrieden. Mich beschäftigte dieses Thema noch das ganze restliche Jahr: Ich passte meinen Content an, optimierte noch intensiver etc. Zum Jahresende erholten sich die Aufrufe etwas, reichen aber nach wie vor nicht an frühere Zugriffszahlen heran.
Der erste Launch des Content-Clubs im Januar lief auch okay. Ein voller Erfolg war mein damals zum ersten Mal angebotenes Plus-Paket, in dem es zusätzlich zur Live-Unterstützung einen umfangreichen digitalen Lernbereich gab mit den Grundlagen des Bloggens, Hilfen für die ersten Artikel etc. Alle (!) neuen Teilnehmerinnen buchten es dazu.
Insgesamt wuchs der Content-Club aber langsamer als ich es mir erhoffte und viele Mitglieder verlängerten nach dem ersten Jahr nicht, obwohl sie sehr zufrieden waren. Sie hatten laut eigener Aussage aber schlichtweg genug gelernt und wollten es jetzt alleine schaffen. An sich natürlich toll, wenn der Effekt so positiv war. Für die Kalkulation des Clubs aber nicht optimal, denn aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Preises pro Monat bei einer großen Vielfalt an Supportmöglichkeiten braucht es einfach eine gewisse Mindest-Teilnehmerzahl, damit er sich für mich rechnet. Die hatte ich meist gerade so, aber meist eben auch nicht mehr als das. Insgesamt launchte ich den Content-Club 2025 drei Mal und konnte tolle neue Kund*innen dafür gewinnen. Aber – und die Erkenntnis ist wichtig für meine Ausrichtung 2026 – viele von ihnen waren bereits Kund*innen, nur wenige tätigten mit dem Content-Club ihre erste Buchung bei mir.
Wechsel von Active Campaign zu MailerLite, Wechsel von manitu zu WebGo
Im Frühjahr standen auch einige technische Wechsel an. Nachdem Active Campaign seine Preise zum zweiten Mal in relativ kurzer Zeit massiv (!) erhöhte und ich einen Großteil der Funktionen gar nicht nutzte, sah ich mich nach einer Alternative um. Gefunden habe ich sie dann in MailerLite. Der Umzug war natürlich ein Kraftakt; es macht einfach nicht so viel Spaß mit verschiedenen Automationen und Co. umzuziehen und alles neu aufzuziehen. Aber irgendwann war auch das geschafft und ich bin nun ganz zufrieden dort. Perfekt läuft es auch hier nicht, aber wo tut es das schon?! Auch beim Hoster wechselte ich nach nun vielen Jahren, weil es im Frühjahr ein gravierendes Problem gab, bei dem einfach keine Lösung zu finden war und ich letztlich das Gefühl bekam, dass das Problem immer mit dem Vermerk „Liegt an Ihnen, nicht an uns“ zurückgegeben wurde, ohne wirklich mal zu schauen. Nach dem Hoster-Wechsel war es dann auch tatsächlich sofort behoben. Nun gut.
Das Jahr der Specials und des Ausprobierens
Insgesamt war 2025 ein Jahr der Specials und Aktionen in meinem Business. Ich machte beispielsweise ein Special zu meinem Business-Geburtstag im Juni, dann ganze vier Wochen lang wöchentlich wechselnde Aktionen zu meinem runden Geburtstag im Juli. Im Herbst gab es die Herbstputz-Aktion, als ich meine Angebote ausmistete und im November zum allerersten Mal ein Black-Friday-Angebot.
Ich mochte das Spontane daran; dass ich Angebote austesten konnte, ohne immer wochenlang nur über ein Angebot zu sprechen. Aber es war schon auch anstrengend, weil ja der ganze Aufbau drumherum von Bestellformularen bis Onboarding-Mails und Verkaufsmails gleich mehrfach notwendig war. Deshalb muss ich mir gut überlegen, ob und wie oft ich solche Aktionen in Zukunft wiederholen möchte.
Rückkehr des Elevator-Pitch-Kurses
Schon vor einigen Jahren nahm das Thema „Elevator Pitch“ eine wichtige Rolle in meiner Angebotspalette ein und ich durfte hunderte Selbstständige auf dem Weg zu ihrer Kernaussage begleiten. 2025 habe ich alle Inhalte meines Prozesses komplett überarbeitet und neu aufgenommen und der Elevator-Pitch-Kurs erlebte als niedrigschwelliger Minikurs seine Rückkehr. Er entwickelte sich als solcher Minikurs dann auch zum beliebtesten Einstieg in meine Welt und brachte sehr zu meiner Freude auch viele richtig starke Kernaussagen hervor. So viele Menschen, die später einen meiner größeren Kurse buchten, oder 1:1 mit mir arbeiten wollten, hatten fortan vorher bereits diesen Kurs gebucht. Als Einstiegsprodukt ist er also wirklich sehr gut platziert und hat einen spürbar positiven Effekt aufs Marketing meiner Kund*innen. Win-win, würde ich sagen.
Die Kernaussage, der eigene Elevator Pitch, ist auch definitiv einer der wichtigsten Kommunikationsanker, den ich jedem Selbstständigen empfehlen kann. Das kompakte, schnell zu durchlaufende Format und der günstige Preis taten dann ihr Übriges. Ich freue mich sehr, dass der Kurs nun schon so vielen Selbstständigen helfen konnte, ihren Elevator Pitch zu finden. Und dass ich ein so wirkungsvolles Marketinginstrument zu einem für die meisten gut machbaren Preis, anbieten kann. Denn ja, das Finanzielle war bei vielen Kund*innen 2025 ein Thema und mir war wichtig, bezahlbare Angebote zu ermöglichen, die den Hochpreis-Coachings etwas entgegensetzen.
Ein neues „Freebie“ nach über 2 Jahren: die Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap
Im September ging nach über zwei Jahren, in denen der Website-Guide mir gute Dienste erwiesen hatte, mein neues 0€-Produkt an den Start: Die Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap, die die vier Schritte zu einer ruhigen Sichtbarkeit ganz konkret zeigt inkl. klarer Umsetzungstipps und Starthilfen. Sie war dann sogar noch beliebter und wurde noch öfter runtergeladen, als es der Website-Guide in seiner Startphase wurde. Das freute mich enorm, weil es einfach wieder zeigte, wie groß der Wunsch nach einem ruhigeren Marketing ist und wie wichtig, weiter darüber zu sprechen.
Launch meiner Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Suite
Als nächsten Schritt nach dieser ersten Orientierung, die die Roadmap gibt, launchte ich meine Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Suite, das Komplettprogramm, in dem du von Positionierung über Website bis zum regelmäßigen Marketing alles findest. Dieser Launch lief gut und, was mich besonders freute: Nach wenigen Wochen bekam ich gleich mehrere Rückmeldungen von Kundinnen, dass sie begeistert sind von der Suite, weil sie ihnen so weiterhilft und sie sonst gar nicht gewusst hätten, wie sie das mit Website und Marketing bewerkstelligen sollten. Gerade weil ich die Suite als Selbstlernkurs angeboten hatte, freut mich das umso mehr. Viele Menschen haben mit Selbstlernkursen schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie entweder in den vielen Inhalten komplett verloren sind, oder nicht dranbleiben können. Aber das muss nicht sein, wie mir viele Rückmeldungen in diesem Jahr zeigten. Wenn ein Selbstlernkurs gut aufgebaut ist, kann er ein sehr hilfreicher und dabei flexibler und meist natürlich auch kostengünstigerer Weg, zum Ziel sein.
„Noch nie wurde ich in einem Kurs so gut durch den Prozess geleitet“ oder
„Ich hab schon so viele Kurse durch, aber keiner brachte mich so in die Umsetzung wie deiner“ – solche Rückmeldungen freuten mich einfach riesig.
Neuer Alltag und die Hoffnung, das Tal überwunden zu haben
Ab September durften wir uns dann auch in der Familie neu sortieren, denn unser Sohn begann seine Ausbildung und damit änderte sich für uns auch der Alltag. Neue Morgen, neue Mittage, neue Abende, einfach eine ganz spannende neue Zeit, an die ich mich auch erst gewöhnen musste. Was mich enorm glücklich macht, ist zu sehen, wie gerne er zur Arbeit geht und wie gut ihm das alles gefällt. Das ist so viel wert!
Da er mittags nun unter der Woche nicht mehr zu Hause ist und isst, hat sich auch unsere Küche etwas verändert und wir probieren mal ganz andere Dinge aus, von denen ich wüsste, dass sie bei ihm vermutlich nicht so ankämen. 😉
Nach wie vor finde ich es krass, nun Mutter eines Auszubildenden zu sein. Aber ich bin dankbar, dass ich dabei sein darf und diese Phase erleben kann.
Kurz nach dem Wechsel auf diesen neuen Alltag wurde unser Kater dann leider plötzlich krank und wollte für rund eine Woche quasi gar nichts mehr essen. Einige Tierarztbesuche, ganz viel Zuwendung und Bemühungen brachten uns über diese Zeit und heute geht es ihm wieder richtig gut. Zum Glück!
Endlich wieder über andere Dinge schreiben & ein kleiner Meilenstein bei den Poesiekarten
Nachdem das überwunden war, stellte sich zum Herbst hin auch zum ersten Mal in diesem Jahr ein Gefühl jenseits des Dauer-Krisen-und-Trauermodus‘ ein. Zum ersten Mal gab es eine leise Ahnung, dass es nun vielleicht leichter werden würde – gerade emotional. Ich merkte das auch daran, dass ich endlich wieder über andere Dinge schreiben konnte – bis zum Spätsommer drehten sich alle meine Gedichte um Trauer & Co. Im Herbst entstanden dann erstmals auch neue Poesiekarten, die hoffnungsvoller klangen. Zum Beispiel diese:



Zudem bekamen die Poesiekarten nach all den Jahren endlich eine neue Verpackung, die die alte ablöste. Entstanden ist das Design der Verpackung in Zusammenarbeit mit der wunderbaren Sophie Zeiszig – eine bessere Begleitung hätte ich mir dafür nicht wünschen können! Nun sind die Karten nicht nur deutlich stabiler und langlebiger verpackt als vorher, sondern ich verschicke sie auch noch viel lieber als ich das eh schon immer tat.

Das Jahr endete, wie es begann: Schrecklich
Vielleicht war das die wichtige Pause zum Luftholen, denn der Herbst würde mir nur wenige Wochen später noch einmal einen heftigen Schlag versetzen bzw. gleich mehrere.
Eine sehr gute Freundin bekam eine besorgniserregende Diagnose; ich bange mit ihr, wie es weitergehen wird und hoffe auf einen guten Ausgang im neuen Jahr. Derzeit können wir nur warten und hoffen.
Anfang Dezember starb dann meine beste Freundin mit nur 40 Jahren. Wochenlang hatten wir gebangt, dass es nicht so weit kommen würde, aber mit einem Schlag waren diese Hoffnungen vergebens. Seit 22 Jahren waren wir befreundet. Ich kann es ehrlich gesagt noch gar nicht richtig fassen, dass das wirklich passiert ist und stecke noch mitten im Prozess des Anguckens und behutsam Aufsammelns des Scherbenhaufens. Auch, weil sie drei Kinder hinterlässt – eins davon mein Patenkind. Es ist für alle, die sie lieben, eine einfach nur fürchterliche Situation. Und wie eine tragische Klammer um dieses Jahr 2025, das mit einer Beerdigung begann und mit einer Beerdigung endete.

Abschluss des (Business-)Jahres 2025: Der längere Atem, den ich gerade nicht habe
Dass meine für Januar 2026 geplante Live-Runde des Website-Sprints wider Erwarten schwächer angenommen wurde, als gedacht, war angesichts dieses Schicksalsschlag dann wirklich kein Weltuntergang mehr. Aber doch auch eine Enttäuschung. Die Klickzahlen auf den Website-Sprint sind zwar seit der Ankündigung ausgesprochen gut, die Buchungen aber bisher nicht. Sprich: Interesse ist da, auf dem ich aufbauen kann, z.B. mit weiteren Informationsrunden, Verkaufsaktionen etc.
Nur ist es aber auch so, dass mir zum Ende des Jahres – zum Ende dieses Jahres – ein bisschen die Energie fehlt und ich nichts mehr auf die Schnelle gewaltvoll durchpressen wollte. Und sicherlich greift hier auch etwas, das ich in diesem Jahr so stark beobachte wie nie zuvor: Verkaufsphasen verlängern sich enorm.
Längere Verkaufsphasen, höherer Aufwand für oft (maximal) gleiche Ergebnisse
Ich hatte darüber zwar bereits vor zwei (?) Jahren hier im Blog geschrieben, aber so stark wie dieses Jahr ist es mir bisher nie aufgefallen, dass:
- viele Menschen deutlich (!) mehr Informationen brauchen, bevor sie etwas buchen
- Verkaufsphasen viel länger sein müssen, um zumindest gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen
- das, was vorher investiert wird an Zeit, Aufwand, Geld noch mehr ansteigt
- die Skepsis gegenüber Online-Angeboten weiterhin hoch ist
- und natürlich viele schauen müssen, was finanziell gerade geht und was nicht
Realistisch betrachtet ist es also völlig im Rahmen, wenn beispielsweise die Buchungen meines Website-Sprints nach Ankündigung und erster Informationsphase noch nicht durch die Decke gehen, sondern auf weitere Informationen gewartet wird, noch überlegt wird. Auch wenn das Thema für viele relevant ist und sie bei ihrer Website sehr gut Hilfe gebrauchen könnten.
Das ist sicherlich ein Zeichen der Zeit, aber als Anbieterin sind solche verlängerten Prozesse natürlich auch sehr anstrengend. Tatsächlich hatte ich, wie gesagt, nun zum Jahresende nur noch wenig Energie übrig für zusätzliche Live-Aktionen, die den Verkauf sicher hätten ankurbeln können und mich deshalb entschieden, den Website-Sprint um zwei Wochen nach hinten zu schieben. Nach meiner Pause im Januar werde ich noch ein bisschen mehr dazu teilen und dann findet sich hoffentlich auch eine gute Gruppe zusammen, die ihre Website-Texte bald fertig in Händen halten wird. Die Gelegenheit ist definitiv sehr gut und die Teilnahme wird sich für diejenigen, die dabei sein werden, garantiert lohnen. Wer seine Website-Texte 2026 schreiben will und zwar Texte, die sich wirklich echt und stimmig anfühlen und (!) die marketingstrategischen Dinge wie inhaltlicher Aufbau, Verkaufsargumentation etc. berücksichtigen, der bekommt hier eine fabelhafte Anleitung und persönliche Begleitung zu einem sehr fairen Preis.
Ich freue mich also jetzt einfach über diejenigen, die die Chance für sich nutzen und löse mich vom Druck den Website-Sprint unbedingt bis auf den letzten Platz und unbedingt auch bereits vor meiner Weihnachtspause ausverkaufen zu müssen. Wenn du das Jahr mit deinen fertigen Website-Texten starten willst, ist das gewissermaßen der Wink mit dem Zaunpfahl für dich: Reserviere dir gerne hier deinen Platz (es gibt max. 12). (Oder hier, wenn du noch mehr Support on top möchtest (max. 4).)
Gut war in diesem Zusammenhang aber, dass mein im Herbst neu aufgesetzter Evergreen-Funnel gut anlief und mir jenseits meiner Live-Aktionen bereits einige Verkäufe einbrachte. Ich hoffe, er entwickelt sich 2026 so erfreulich weiter.
Das Content-Jahr 2025: Die beliebtesten Artikel & Podcast-Folgen
Mein Content-Fokus lag auch 2025 auf meinem Blog, ergänzend auf meinem Podcast „Marketing ohne Marktgeschrei“ und natürlich meinem Newsletter. Auch wenn ich zwischenzeitlich zu Instagram zurückgekehrt bin, wird das einfach nicht zu meinem Fokus. Zu schnelllebig, zu laut, zu undankbar.
Im Jahr 2025 gingen online:
- 23 Blogartikel
- 27 Podcast-Folgen
- Zudem mein Newsletter 1-2 Mal pro Woche
- Und meine neue Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap für 0 €, sowie einige Live-Aktionen für 0 €
Einige Kooperationen sagte ich in diesem Jahr ab, aber einige schöne kamen auch zustande, u.a. war ich zu Gast bei:
- Laura Filz zum Thema „Tipps für mehr Sichtbarkeitsmut“
- Bettina Bergmann zum Thema „Marketing ohne Marktgeschrei: So wirst du sichtbar. ohne dich zu verbiegen“
- Alexandra Polunin zum Thema „Wie schreiben Selbstständige authentische Website-Texte?“
- Christin Arndt zum Thema „Sichtbarkeit für leise Menschen, ohne der geborene Bühnenmensch zu sein“
- Und bereits zum dritten Mal beim Kostproben-Buffet von Beatrice Krammer
Laura, Bettina, Alexandra und Christin durfte ich auch als meine Gäste im Podcast begrüßen. Zudem war die wunderbare Sophie Zeiszig zu Gast.
Die beliebtesten der neuen Blogartikel 2025
Von den Artikeln, die ich 2025 neu geschrieben habe, waren diese am beliebtesten:
- Sichtbar ohne Netzwerken: 4 großartige Alternativen für Introvertierte
- Wenig Zeit fürs Marketing? Dein Plan für 2, 5 oder 8 Stunden pro Woche
- Die OPA-Strategie: Wie doppelte Sichtbarkeit ohne doppelte Lautstärke gelingt

Im Podcast waren am beliebtesten:
- Folge 52: 4 sanfte, statt laute Wege zu mehr Sichtbarkeit
- Folge 51: 12 Einsatzmöglichkeiten für deinen Elevator Pitch
- Folge 58: Alleinstellungsmerkmal Persönlichkeit: Interview mit Bettina Bergmann
Wie im Podcast üblich haben die Folgen, die schon länger online sind, mehr Aufrufe. Von daher ist diese Liste immer nur bedingt aussagekräftig und auch eine später im Jahr erschienene Folge kann sich noch als beliebtere erweisen.
Laut Spotify Wrapped sind die Follower*innen des Podcasts um 98% stärker gestiegen als im Vorjahr (Wow!), der Podcast wird in sechs Ländern gehört und gehört für 60 Menschen zu ihren Top-10-Shows. Die Tatsache, dass er nur 5-Sterne-Bewertungen hat, macht mich ebenfalls sehr dankbar. (Wenn du ihm noch eine schenken möchtest, danke dir von Herzen dafür – das hilft wirklich sehr!)
Wofür ich 2025 besonders dankbar bin
Sowieso: Ich bin 2025 vor allem dankbar für jedes freundliche Feedback, sei es in Form einer lieben Antwort auf meinen Newsletter, einer Podcast-Bewertung oder eines Blog-Kommentars. Marketing ist ja oft so eine Einbahnstraße ausgehend von einem, der erstellt und hinführend zu einem, der konsumiert. Da ist es schön, Rückmeldungen zu bekommen, dass das, was ich erstelle, weiterhilft oder auch einfach gut tut zu lesen oder zu hören.
Ein ganz großer Dank gilt natürlich meinen wunderbaren Kund*innen, die mir 2025 ihr Vertrauen geschenkt haben. Ohne sie könnte ich dieses Business nicht betreiben und schon gar nicht für alle kostenfrei zugängliche Inhalte wie im Blog, im Podcast oder bei diversen Live-Aktionen anbieten.
Danke für jede Kundenstimme und für jedes wertschätzende Feedback. Sie bedeuten mir immer viel, weil ich mir Mühe gebe mit allem, was ich rausgebe, weiterhelfen zu können. Aber in diesem Jahr haben sie manchen Tag auch darüber hinaus ein kleines Stückchen heller gemacht.
Was 2026 bringen wird
Ich freu mich sehr auf 2026; auf den Start mit dem Website-Sprint und die Gruppe darin. Und ich freue mich, das Kapitel 2025 nun bald schließen zu dürfen. Dieses Jahr hat mich herausgefordert, manchmal bis ans Limit und mein Leben sieht jetzt im Dezember ganz anders aus als noch vor einem Jahr. Und für alle, die damit was anfangen können: Anfang 2026 endet dann auch endlich (!) das Pluto-Pluto-Quadrat, das in der Astrologie ja als umwälzende Lebensphase bezeichnet wird. Himmel, selten passte eine Bezeichnung besser als diese, ob man nun an die Sterne glauben möchte, oder nicht. Ich selbst kann die krassesten Ereignisse der letzten beiden Jahre tatsächlich auf die exakten Daten dieses Transits datieren, was mir noch einmal eine neue Ehrfurcht vor diesem astrologischen Wissen gegeben hat.
Apropos astrologisches Wissen: Mein Projekt wassagendiesterne.de lag dieses Jahr vollkommen brach. Es gab zwar einige Business-Horoskop-Analysen, die aber ausschließlich aus meinem Marketing-Kundinnen-Kreis heraus kamen. Deshalb habe ich die Seite auch bis auf Weiteres in den Wartungsmodus versetzt, weil ich nicht glaube, dass ich 2026 die Ressourcen aufbringen werde, beide Projekte gleichermaßen gut zu bedienen. Möglicherweise findet sich das Thema Business-Astrologie aber 2026 stärker in meinem Mentoring wieder. (Lass mich gern wissen, wenn du Interesse hättest!)
Bleiben wir offen und zuversichtlich für das, was kommt. Ich freue mich, wenn ich dich 2026 auf deiner Reise in die Sichtbarkeit für dein Business begleiten darf und wünsche dir von Herzen das Allerbeste: für dich persönlich wie für deine Selbstständigkeit.
Und auch für diesen Blogartikel gilt: Lass gern was von dir hören und schreib mir einen Kommentar, was dir an diesem Artikel besonders gefallen hat, welchen Blogartikel oder welche Podcast-Folge du gerne mochtest oder worauf du dich 2026 freust. Ich freue mich, von dir zu lesen.










Liebe Sonja,
wie jedes Jahr habe ich neugierig deinen Jahresrückblick gelesen (dieses Mal im ICE von Bayern nach Hause). Bzw. dieses Jahr habe ich sehr mitgefühlt. Mein Beileid für deine Verluste! 2025 darf nun aber wirklich schnell rumgehen …
Dennoch schön zu beobachten, wie du mit deinem Content und deinen Angeboten weiterhin inspirierst und weiterhilfst.
Ich wünsche dir einen ruhigen Jahresausklang und alles Gute für 2026!
Liebe Grüße
Susanne
Danke liebe Sonja,
dein Jahresrückblick ist sehr bewegend und ich drücke fest die Daumen, dass es nach diesen traurigen Tiefschlägen nun endlich aufwärts geht. Bei mir waren die letzten beiden Jahre übel und ich weiß aber, dass nach einem solchen Tief wieder ein besonderes Hoch kommen wird.
Wir werden stärker durch jedes Tal, dass wir durchschreiten und ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächsten Wochen und Monate.
Wenn besondere Menschen gehen, dauert es oft sehr lang, bis wieder „Normalität“ eintritt.
Ich weiß, dass Worte nicht trösten, sondern nur der Blick nach vorne.
Liebe Grüße
Sonja
Liebe Sonja
Da ich selber blogge, habe ich mich in deinem Satz „Marketing ist ja oft so eine Einbahnstraße ausgehend von einem, der erstellt und hinführend zu einem, der konsumiert“ sofort wiedergefunden. Man freut sich immer über Feedback, darum gebe ich selber auch so oft als möglich welches.
Dein Jahr ist es in jeder Hinsicht Wert, kommentiert zu werden – was Du parallel zu Deinem Business noch verkraften musstest, sprengt Grenzen, die ich so wohl nicht hätte tragen können. Ich bewundere Deinen Willen, die Dinge trotzdem durchzubringen 💫 Verluste sind nie schön, und Gottseidank gab’s bei Dir auch Lichtblicke!
Mich würde das Thema Business-Astrologie aus Deiner Sicht als Mentorin interessieren – wie du vielleicth weisst, schleiche ich schon ewig um dein Angebot einer Business-Horoskop-Analyse herum. Und ich weiss auch, warum ich sie noch nicht bestellt habe: Weil ich Angst vor den Antworten habe, die auf mich zukommen könnten 😂
Ich schaue gerne regelmässig auf Deiner Website vorbei und freue mich, wenn wir in Kontakt zu bleiben.
Herzliche Grüsse,
Bea
Hallo Bea,
danke dir sehr für deinen freundlichen Kommentar!
Angst vor Antworten musst du übrigens gar nicht haben, denn die Astrologie übersetzt ja „nur“, was eh da ist – bisher hab ich tatsächlich immer die Rückmeldung bekommen, dass das sehr hilfreich ist und viel Klarheit schenken kann. Und klar, Klarheit kann auch bedeuten besser zu wissen, was nicht passt oder wohin es gehen kann und wo wir was verändern oder stärker in den Mittelpunkt setzen dürfen. Ob und wie wir das Wissen dann umsetzen, dürfen wir aber ja trotzdem immer selbst entscheiden und ganz in unserem Tempo. 🙂
Aber du kannst dich freuen: Zum Thema Business-Astrologie wird 2026 noch etwas kommen. 🙂
Herzliche Grüße und alles Gute für dein 2026
Sonja