Sichtbarkeit, also mit deinem Business gefunden werden und für dein Thema bekannt sein, ist unfassbar wichtig und hilfreich. Aber: Sichtbarkeit aufzubauen ist etwas, das Geduld erfordert und nicht mal so eben funktioniert. Irgendwo muss man anfangen, aber wo? In diesem Artikel verrate ich dir die aus meiner Sicht vier wichtigsten Dinge zum Start der Sichtbarkeit, mit denen du beginnen und auf denen du später aufbauen kannst.
Inhalt:
- 1 Als Selbstständige sichtbar werden, aber womit starten?
- 1.1 Nr. 1 beim Sichtbarkeits-Start: Ein verständliches und gefragtes Angebot
- 1.2 Nr. 2 beim Sichtbarkeits-Start: Eine klare, wiedererkennbare Kernaussage
- 1.3 Nr. 3 beim Sichtbarkeits-Start: Eine leicht zugängliche Kontaktmöglichkeit
- 1.4 Nr. 4 beim Sichtbarkeits-Start: Das Quäntchen Mut für den nächsten Schritt
- 2 Der Ort, an dem alles zusammenfließt – deine Website
- 3 Das Allerwichtigste zum Start in die Sichtbarkeit
- 4 FAQ zum Sichtbarkeits-Start: Was ist wichtig am Anfang?
- 4.1 Wenn ich nur eine Sache für die Sichtbarkeit mache, welche wäre das?
- 4.2 Brauche ich sofort eine Website?
- 4.3 Wie lange dauert es, bis mein Business sichtbar ist?
- 4.4 Reicht eine Website als Sichtbarkeitskanal?
- 4.5 Wie viel Zeit muss ich für Sichtbarkeit investieren?
- 4.6 Bin ich zu spät dran für Sichtbarkeit – ist mein Markt schon übersättigt?
- 4.7 Welche Tools brauche ich, um sichtbar zu werden?
Als Selbstständige sichtbar werden, aber womit starten?
Wenn du dich über Sichtbarkeit informierst, passiert vor allem eins ratzfatz: Informations-Overload. Es gibt einfach zu viele Tipps da draußen, zu viele Regeln, die man beachten soll und zu viele Kanäle auf denen man (angeblich) sein muss. Und dann verändert sich in Zeiten von künstlicher Intelligenz ja auch noch permanent gefühlt alles wieder, eh man es überhaupt komplett durchdringen konnte. Hilfe!
Es ist schon so: Marketing und Sichtbarkeit sind schnelllebig. Aber die wichtigsten Basics verändern sich gar nicht so sehr, sondern stehen ziemlich stabil. Sehen wir uns deshalb genau dieses wichtige Fundament deiner Business-Sichtbarkeit genauer an.
Nr. 1 beim Sichtbarkeits-Start: Ein verständliches und gefragtes Angebot
Du brauchst etwas, das du anbietest. Bietest du nichts an, kann niemand etwas kaufen. Logisch. Doch beim Thema Angebot sind gerade Starter*innen oft überfordert, schließlich gibt es schon sehr viel am Markt und man möchte nicht in der Masse an Angeboten untergehen.
Meine Erfahrung ist, dass dein Angebot vor allem zwei Dinge braucht:
- Es muss für deine Kund*innen verständlich sein
- und es muss einen echten Bedarf danach geben
Angebote, die ausgesprochen kreativ und einzigartig sind, mögen sich vielleicht von anderen unterscheiden. Geht diese Kreativität aber zu Lasten der Verständlichkeit, ist es schwer, diese zu verkaufen. Genauso ist es mit Angeboten, die du aus deiner Sicht für sinnvoll und mega hilfreich erachtest, die aber kein anderer auf dem Schirm hat. Zumindest das Problem, bei dem dein Angebot helfen will, sollte den Menschen präsent sein, sonst wird dein Verkaufsprozess unfassbar zäh.
Frag dich also zu Beginn: Wobei unterstütze ich? Wobei helfe ich weiter?
- Bist du Grafikdesignerin und hilfst dabei, einen professionellen und authentischen Außenauftritt zu schaffen? Super gefragtes Thema!
- Bist du Entspannungs-Coach und hilfst dabei, mehr Gelassenheit im Alltag zu bekommen? Super!
Mach dir bewusst, wobei du mit deiner Arbeit konkret unterstützt. Das ist die elementar wichtige Basis deiner späteren Sichtbarkeit.
Tipp: Das gilt vor allem für deine Einstiegsangebote. Wenn Menschen Vertrauen zu dir gefasst haben und schon einmal mit dir gearbeitet haben, kannst du ihnen auch bei Dingen weiterhelfen, die etwas mehr Erklärungsbedarf haben. Du profitierst dann davon, dass sie schon wissen, dass du ihnen gut weiterhelfen kannst. Aber für den Start braucht es etwas, das wirklich glasklar ist, ohne es drei Seiten lang ausführlich erläutern zu können.
Nr. 2 beim Sichtbarkeits-Start: Eine klare, wiedererkennbare Kernaussage
Wenn DU weißt, was du anbietest, ist das schon wichtig. Um mit deiner Selbstständigkeit sichtbar zu werden und Kund*innen zu gewinnen, muss dieses Wissen nun noch auf die andere Seite transportiert werden. Dafür hast du viele Helferlein zur Verfügung, zum Beispiel deine Website, deinen Blog etc. Aber um Menschen in unserer schnelllebigen Welt überhaupt zu erreichen, damit sie Interesse haben, sich Website & Co. näher anzusehen, braucht es einen ersten Kontaktpunkt, der ihnen zeigt: Hey, hier bekommst du etwas für dich Interessantes.
Der aus meiner Erfahrung beste erste Kontaktpunkt ist eine starke Kernaussage, im Marketing auch Elevator Pitch genannt. In diesem einen Satz bringst du ganz komprimiert rüber, was du für wen anbietest und warum man sich das näher ansehen sollte. Eine gute Kernaussage funktioniert wie ein Türöffner: Sie ist knapp, präzise, verlangt nicht zu viel Aufmerksamkeit, nur ein kleines bisschen und schafft es in dieser Zeit aber, genug Interesse zu wecken, sodass die Leute mehr erfahren wollen. Deshalb enthält sie das aus Kundensicht Wesentlichste für den Start und ordnet alles andere unter.
Die Kernaussage wird überall genutzt, wo du Kontaktpunkte mit potenziellen Kund*innen hast: Auf deiner Website, wenn du irgendwo zum Interview zu Gast bist, wenn dich jemand fragt, was du beruflich machst und, und, und. Je öfter du sie aussprichst (oder aufschreibst), umso präsenter wird sie und umso wahrscheinlicher erkennt sie jemand wieder und weiß: Ach, das ist doch die Miriam, die macht Webdesign!
Tipp: Bevor du dich in Details zu Blog, Newsletter & Co. verlierst, investiere Zeit in deinen Elevator Pitch. Das wird sich dutzendfach bezahlt machen. Hier im Blog erkläre ich, wie eine starke Kernaussage für Solo-Selbstständige aufgebaut sein kann und hier findest du meine kompakte Umsetzungshilfe, um deinen Elevator Pitch zu finden und zu formulieren.
Nr. 3 beim Sichtbarkeits-Start: Eine leicht zugängliche Kontaktmöglichkeit
Es klingt vielleicht selbstverständlich, fehlt aber in der Praxis tatsächlich oft. Du profitierst sehr davon, wenn du es den Menschen, die sich für eine Zusammenarbeit interessieren, einfach machst mit dir in Kontakt zu treten. Das heißt nicht, dass du permanent erreichbar sein musst, deine Handynummer an Kunden rausgeben oder zwingend deine Telefonnummer als Kontaktmöglichkeit auf der Website angeben musst. Natürlich darfst du wählen! Aber schau am besten, dass deine Kontaktmöglichkeit leicht zugänglich und nicht versteckt ist.
- Richte auf deiner Website eine eigene Kontaktseite ein
- Sofern du noch keine Website hast, platziere den Kontakt auf deinem aktuellen Kanal gut sichtbar
Viele Leute machen sich nicht die Mühe und suchen ewig nach der Kontaktmöglichkeit. Und das ist auch nicht ihr Job; es ist unserer als Anbietende gut auffindbar und leicht zu kontaktieren zu sein.
Nr. 4 beim Sichtbarkeits-Start: Das Quäntchen Mut für den nächsten Schritt
Die ausgefeilteste Positionierung, das beste Angebot und die attraktivste Website bringen alle nichts, wenn du sie nicht veröffentlichst, sondern zurückhältst. Definitiv: Sichtbarkeit kann Angst machen und sich ungewohnt oder gar unangenehm anfühlen. Das ist okay und du musst dich auch nicht permanent gewaltsam aus der Komfortzone schubsen. Was es braucht ist immer das kleine Quäntchen Mut für den einen nächsten Schritt.
Je nachdem, wo du gerade stehst, frag dich also:
Was ist mein nächster Schritt?
- Mehr Klarheit über dein Angebot?
- Eine einprägsame Kernaussage für dein Business?
- Der Aufbau deiner Website?
Und dann geh diesen einen Schritt an. Hol dir Hilfe dabei; das ist gar kein Problem, wenn es dich eben wieder ein Stück weiterbringt. Und eh du dich versiehst, nimmt deine Sichtbarkeit langsam immer mehr Form an und schon bald finden genau die richtigen Menschen zu dir.
Der Ort, an dem alles zusammenfließt – deine Website
Alle vier Dinge sind elementar wichtig für eine stabile Sichtbarkeit. Und wichtig ist auch, sie nicht nur als theoretische Überlegungen anzugehen, sondern ihnen einen klaren und sichtbaren Platz zu geben. Im Business ist dieser Platz meist einer: deine eigene Website. Hier kannst du dein Angebot zeigen, deine Positionierung kommunizieren und glasklar nach außen zeigen, wie wertvoll deine Arbeit ist. Nutze deine Website, um deiner Sichtbarkeit das wichtige Fundament zu geben.
Das Allerwichtigste zum Start in die Sichtbarkeit
Der vielleicht wichtigste Tipp: Verschiebe deine Sichtbarkeit nicht, bis alles perfekt ist. So oft höre ich Sätze wie „Wenn ich erst einmal xy erledigt habe, dann kann ich mit meiner Sichtbarkeit starten!“. Aber der beste Start ist tatsächlich heute. Nein, heute muss natürlich noch nicht alles stehen, aber dieser eine kleine nächste Schritt, den kannst du heute konkret machen. Dem kannst du Energie geben, damit er Wirklichkeit werden kann.
- die erste Überlegung zu deinem Angebot
- den ersten Text deiner Website
- dir jemanden suchen, der dich auf dem Weg unterstützt
Was auch immer dran ist: Verschiebe es nicht, sondern mach den nächsten Schritt. Nur Mut!
Tipp: Finde hier deine einzigartige Kernaussage in unter 2 Stunden.
FAQ zum Sichtbarkeits-Start: Was ist wichtig am Anfang?
Wenn ich nur eine Sache für die Sichtbarkeit mache, welche wäre das?
Es sind mehrere Dinge notwendig, aber ganz am Anfang solltest du dir die Frage beantworten: Was mache ich für wen und was bringt das? In einer Kernaussage, einem Elevator Pitch, kannst du diese wichtige Basis zusammenfassen und einen sehr stabilen Grundstock für deine Sichtbarkeit legen.
Brauche ich sofort eine Website?
Nein, nicht sofort, aber zeitnah zur Gründung lohnt sich eine eigene Website sehr. Du kannst auch erst ohne starten und sie erstellen, sobald Zeit ist. Mit deiner eigenen Website machst du dann nochmal einen ordentlichen Sprung nach vorne in der Sichtbarkeit und trittst spürbar professioneller auf.
Wie lange dauert es, bis mein Business sichtbar ist?
Das ist schwer zu sagen, weil von vielen Faktoren abhängig. Wenn du ein sehr gefragtes und kaum besetztes Thema hast, geht es schneller, als wenn du in einem stark besetzten Markt antrittst. Grob gesagt ist Sichtbarkeit nie „fertig“, sondern immer ein Prozess. Bis du über deinen Content erste Anfragen bekommen kannst, dauert es in der Regel einige Monate.
Reicht eine Website als Sichtbarkeitskanal?
Nein, in der Regel nicht. Die Website ist enorm wichtig, um dein Angebot zu präsentieren, aber zusätzlich empfiehlt sich ein Marketingkanal, zum Beispiel ein Business-Blog oder Social Media.
Wie viel Zeit muss ich für Sichtbarkeit investieren?
Je mehr du investieren kannst, umso schneller siehst du Ergebnisse, aber natürlich muss es praktikabel bleiben. Ich empfehle dir einen Vor- oder Nachmittag pro Woche für dein eigenes Marketing und deine Sichtbarkeit freizuhalten. Damit kommst du schon gut weiter. Hier in diesem Blogartikel gebe ich dir konkrete Tipps, wie du auch mit wenig Zeit fürs Marketing vorgehen kannst.
Bin ich zu spät dran für Sichtbarkeit – ist mein Markt schon übersättigt?
Wo Bedarf ist, hält ein Markt auch mehrere Anbieter*innen aus. Du bist also nicht zu spät dran, sondern kannst mit deiner Sichtbarkeit zeigen, dass du eben auch zur Verfügung stehst, um bei deinem Thema weiterzuhelfen.
Welche Tools brauche ich, um sichtbar zu werden?
Nicht viel. Du kannst deine Website z.B. mit WordPress aufbauen und einen Blog direkt auf deiner Seite integrieren. Das ist schon eine gute Basis. Wenn du Social Media nutzen möchtest, aber auch für Bilder zu den Blogartikeln, lohnt sich oft noch ein einfaches Grafiktool, z.B. Canva. Es geht viel mehr, aber als Basis ist das vollkommen ausreichend. Wichtiger als die Tools, sind die Inhalte, die du veröffentlichst.






