Wenn selbstständig sein heißen würde, keinerlei Verkaufsgespräche führen zu müssen oder Kundenakquise zu deinem zweiten Vornamen werden zu lassen, wäre deine Arbeit um ein Vielfaches schöner? Dann ist dieser Artikel für dich, denn ich zeige dir, wie du verkaufen kannst, ohne unangenehm verkäuferisch zu sein. Verkaufen für Nicht-Verkäufer, quasi. Lies hier weiter.
Inhalt:
- 1 Verkaufen gehört dazu, aber das geht auch ohne klebriges Gesäusel
- 2 Verkaufen als indirekter, statt als aufdringlicher Weg
- 3 Nicht-verkäuferisch verkaufen in der Praxis: So geht‘s
- 4 Dein indirektes Verkaufssystem: Diese Kanäle brauchst du
- 5 Über deinen Content verkaufen ist DER Weg für Nicht-Marktschreier
Verkaufen gehört dazu, aber das geht auch ohne klebriges Gesäusel
Wenn ich an aufdringliche Verkäufer denke, habe ich sofort das Bild eines bestimmten Mannes im Kopf, der meinem Mann und mir einmal ein großes Ecksofa verkauft hat. Er war freundlich, aber klebte auch an uns wie Kaugummi und ließ uns quasi keinerlei Raum kurz zu überlegen und abzuwägen. So kam es, dass wir das Sofa kauften und ich kurz danach heulend im Auto saß, weil ich dachte, das wäre einfach doch nicht das richtige, was ich mir gewünscht hätte und ich fühlte mich in die Entscheidung „reingequatscht“.
Klar, rational betrachtet, hätten wir ihn abwimmeln können. Wir hätten uns Bedenkzeit selbst nehmen können, sind wir doch erwachsene Menschen. Aber das haben wir nicht getan, sondern waren damals „leichte Beute“. Wir hatten gerade ein Haus gekauft, ich war schwanger, es stand ein Umzug an und wir hatten eh tausend Dinge auf der Liste und da kam es eben, wie es kam.
Warum erzähle ich dir das?
Weil du vielleicht auch eine Situation kennst, in der du dich von einem Verkäufer zu einer Entscheidung gedrängt gefühlt hast. Weil du vielleicht seitdem alles abwimmelst, was irgendwie nach Verkaufsgespräch wirkt und – und das ist das Problem, wenn du selbstständig bist – du selbst nicht so sein und deshalb nicht verkaufen möchtest.
Und jetzt habe ich hoffentlich gute Nachrichten für dich: Du kannst verkaufen, ohne so verkäuferisch zu sein, dass es sich unangenehm oder unanständig anfühlt. Aber verkaufen gehört dazu, denn von alleine kaufen Menschen in der Regel nicht oder zu selten, dass es deine Selbstständigkeit tragen würde.
Verkaufen als indirekter, statt als aufdringlicher Weg
Wenn du Kaltakquise und Verkaufsgespräche als maximal unangenehm empfindest, kann dir eine Herangehensweise enorm helfen:
Den Kontaktaufbau indirekter zu gestalten.
Bevor jemand bei dir kauft, muss er wissen,
- dass es dich und dein Angebot gibt und
- Interesse an diesem Angebot haben.
Wenn du dieses Kennenlernen nicht über lautes Marktgeschrei erzeugen und dieses Interesse nicht durch Nicht-locker-lassen-Gesprächsführung wecken willst, hast du eine Alternative: Du kannst deine Website und deinen Content genau das für dich übernehmen lassen.
Vorteile des indirekten Verkaufens:
- Dein Gegenüber entscheidet selbst, wann Kontaktaufbau und Kauf stattfinden, du drängst nicht sich jetzt sofort zu entscheiden
- Es können viele Kontakte parallel aufgebaut werden, sodass genug Anfragen entstehen, auch ohne dich jeden Tag zu fragen, wo du potentielle Kunden findest
- Es gibt keinen Verkaufsdruck, weder für dich noch für die andere Person
- Vertrauen entsteht ganz natürlich, ohne negative Gefühle oder Ängste
- Verkäufe erfolgen mit gutem Gefühl, statt sich reingequatscht zu fühlen
Nicht-verkäuferisch verkaufen in der Praxis: So geht‘s
Doch wie kannst du dir das in der Praxis vorstellen?
Das „Geheimnis“ ist: Du baust mit deinen Inhalten gewissermaßen online Wegweiser, die jederzeit zu deiner Website verweisen und den Menschen zeigen: Hier wird mir bei meinem Thema weitergeholfen, wenn ich Hilfe brauche.
Diese Wegweiser bleiben dauerhaft erhalten, weil du eben nicht montags hier und dienstags da brüllst, um Leute auf dich aufmerksam zu machen, sondern weil deine Inhalte ab der Veröffentlichung online bleiben.
Findet jemand deine Website, kann er sich dort über deine Arbeit informieren, egal ob diese Person im Januar, April oder November Bedarf an deiner Unterstützung hat.
Und während du die Leute nicht zum schnellen Buchen drängst, weil du Angst hast, dass sie es sich sonst anders überlegen, baust du stattdessen weitere Wegweiser bzw. stärkst deine bestehenden, um nicht nur eine Person zu erreichen, sondern viele. So haben alle Zeit in Ruhe zu überlegen, sich bei dir umzusehen und können buchen, wenn sie mit dir arbeiten wollen. Dadurch, dass du viele erreichst, statt nur ein paar einzelne, ist das kein Problem, sondern es kommen trotzdem genug Anfragen bei dir an.
Wie wohltuend und entspannt, oder?
Dein indirektes Verkaufssystem: Diese Kanäle brauchst du
Wenn du dir so ein indirektes Verkaufssystem aufbauen möchtest, empfehle ich dir zwei Kanäle als Basis:
- Deine Website
- und deinen Blog
Bei Bedarf kannst du später einen Newsletter ergänzen, der ein tolles Tool ist, um in Kontakt zu bleiben und an dein Angebot zu erinnern. Natürlich kannst du auch Social Media nutzen, wobei die digitalen Wegweiser dort erfahrungsgemäß schneller wackeln und du mehr Zeit investieren musst, um präsent zu bleiben.
Nehmen wir deshalb nur mal die Basis, würde dein indirektes Verkaufssystem wie folgt für dich arbeiten.
- Du schreibst Blogartikel, die Menschen deiner Zielgruppe auf deine Website bringen
- Auf der Website beschreibst du dein Angebot so überzeugend, dass die Menschen es haben wollen
- Und dann können sie es entweder direkt buchen, oder ihr führt noch ein Kennenlerngespräch, das dank deiner Vorarbeit aber nur noch eine kurze persönliche Abstimmung ist und kein schmieriges Verkaufsgespräch mehr. Denn überzeugt hast du bereits vorher mit deinen Inhalten.
Über deinen Content verkaufen ist DER Weg für Nicht-Marktschreier
Ich sag’s dir ehrlich: Wenn ich nicht über meinen Content verkaufen könnte, könnte ich vermutlich nicht lange selbstständig sein. Denn dieses laute Schreien und Bedrängen, dieses „Leute in eine Richtung drücken“ – nein, das ist einfach nicht meins und ich möchte das nicht tun.
Natürlich gehört verkaufen dazu und auch klar und direkt über das eigene Angebot zu sprechen oder zu schreiben, aber es darf eben wertschätzend sein und funktioniert dennoch wunderbar.
Umsetzungs-Tipp: Nutze gern die Sichtbar-ohne-Marktgeschrei-Roadmap (kostet dich 0 €) für mehr konkrete Tipps zur Umsetzung und wie du häufige Hürden auf dem Weg vermeidest.
Vielleicht hast du ja nun Lust bekommen, deine eigenen Wegweiser aufzustellen und Text für Text sichtbarer zu werden, ohne dich unangenehm verkäuferisch zu fühlen. Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg dabei.






